Energieszene (06.10.2005 ) Pressebüro 2005 © Marc Gusewski, Liestal

 

 

ABB vergibt 450'000m2 neuem Facility Management

Baden, 06. Okt. Die ABB Immobilien AG, eine Tochtergesellschaft der ABB Schweiz, wechselt den Provider für ihr Facility Management. Per 1. Januar 2006 betreut die HSG Facility Management AG das ABB Immobilienportfolio in der Schweiz. Die HSG-Gruppe gehört zum internationalen Baukonzern Bilfinger Berger.
Das Portfolio der ABB Immobilien AG umfasst 450’000 Quadratmeter Nutzfläche (45% Büro, 35% Werkstatt, 25% Lager) auf rund 1 Mio Quadratmeter Land. 55 Prozent der Flächen wird von ABB-Einheiten genutzt, der Rest von Drittmietern. ABB

 

D-Umweltrat; Kyoto-Klimapolitik beibehalten

Berlin, 6. Okt. Der deutsche Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung spricht sich in seiner soeben veröffentlichten Stellungnahme „Kontinuität in der Klimapolitik – Kyoto Protokoll als Chance" für eine Fortführung einer engagierten Umweltpolitik aus. Umweltrat
 

Endesa gegen Sfr35 Milliarden-Übernahmeangebot

Madrid, 6. Okt. Endesa betrachtet das Übernahmeangebot Gas Natural, des spanischen Gasversorgers, als feindlich. Gas Natural hat für die Übernahme von Endesa eine Offerte über umgerechnet 35 Milliarden Franken vorgelegt.

Endesa

 

UK, Kernentscheid über Kernkraft 2006

London, 6. Okt. In England soll im nächsten Jahr über einen allfälligen Bau eines neuen Kernkraftwerks entschieden werden, zitieren eine Reihe von Medien Regierungsleute. Regierungschef Tony Blair hatte sich am Labour-Parteitag am 27. September für eine Prüfung "aller Optionen" ausgesprochen ("an assessment of all options, including civil nuclear power"). New Labour

 

Klimarappen gilt - Bundesamt beantwortet Fragen

Bern, 6. Okt. Das Bundesamt für Energie (BFE) beantwortet auf seiner Homepage die häufigsten fragen zum Klimarappen auf Benzintreibstoffe, die seit dem ersten Oktober erhoben werden. BFE

 

NZZ, wenig Wasser für Wasserkraft

Zürich, 6. Okt. "Wenig Wasser in schweizerischen Stauseen" berichtet die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe. Per Ende September lag der Füllungsgrad der schweizerischen Stauseen niedriger als in den vergangenen Jahren. Die Gründe für den niedrigen Wasserstand sind vielfältig und nicht nur durch Wettereinflüsse zu erklären. Eine wichtige Rolle spielte der monatelange Ausfall des Kernkraftwerks Leibstadt. NZZ


CVP will CO2-Abgabe, aber eigentlich nicht

Bern, 5. Okt. Die CVP will die CO2-Abgabe auf Brennstoffe soweit vertagen, bis das Heizöl wieder billig genug ist, um "eine Lenkungsabgabe zu vertragen". Wann dieser Zeitpunkt wieder erreicht wird, dazu wollte sich die Partei nicht äussern. CVP

 

D, heisser Streit um Stromheizer

Hamburg, 6. Okt. Eon Hanse kündigt 7000 Verträge Nachtspeicher-Verträge von Kunden, welche lieber den alten Vertrag behalten wollten, berichtet das Hamburger Abendblatt. Die Kunden hatten sich geweigert, einen neuen Vertrag für die Belieferung mit "Thermostrom" abzuschließen, den Eon Hanse seit Juni anbietet. Sie hatten die "schwammigen" Preisbindungsklauseln in den neuen Verträgen kritisiert. "Damit lassen sich die Preise willkürlich erhöhen". Abendblatt

 

 Pensionierung bringt U.S.-Brain-Drain

Washington, DC, 6. Okt. Fachwissen sichern: der Verband der öffentlichen amerikanischen Elektrizitätswerke, American Public Power Association, warnt vor einem unwiederbringlichen Verlust an Fachwissen. In grossem Ausmass treten gelernte Fachkräfte in den Ruhestand, ohne dass deren Know-how systematisch auf jüngere Mitarbeiter übertragen wird. APPA

 

Leibstadt mit neuer Info-Mitarbeiterin

Leibstadt, 6. Okt. Barbara Suter übernimmt im Dezember 2005 die Leitung der Informations- und Medienstelle im Kernkraftwerk Leibstadt von Leo Erne, der nach 22 Jahren als Informationsleiter in Pension geht.

 

  Linth-Limmern: Sondierungen beendet

Zürich, 6. Okt. In den Sommermonaten sind die geologischen Untersuchungen für einen allfälligen Ausbau der Kraftwerke Linth-Limmern (KLL) durchgeführt worden, teilt Axpo mit. Zudem wurden Feldaufnahmen gemacht, um die ökologische Vielfalt im Einzugsgebiet des Kraftwerkes zu erfassen. Nun müssen die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung aufbereitet werden.

Hierbei handelt es sich um ein Erweiterungsprojekt. Es weist ein Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Franken auf. Mit dem neuen, unterirdischen Pumpspeicherkraftwerk kann im Jahr 2015 die Turbinenleistung von 340 auf rund 1’200 Megawatt erhöht werden. Axpo

 

Beginn der Bauvorbereitungen für das Geothermie-Kraftwerk

Basel, 6. Okt. Die Vorbereitungen für die Förderbohrungen fürs Basler Geothermie-Heizkraftwerk laufen: Auf dem geplante Gelände beim IWB-Areal in Kleinhüningen beginnt nächste Woche die Einrichtung des Bauplatzes für die Bohrungen vom kommenden Frühjahr, teilt das Geopower-Konsortium mit (IWB, EBL, AET, Axpo, GVM, ewz). Gleichzeitig laufen an fünf Orten der Region Horchbohrungen zur Installation von seismischen Messsystemen. Die eigentlichen Bohrungen auf dem künftigen Kraftwerksgelände werden im Frühjahr 2006 begonnen. Derzeit werden an fünf geeigneten Stellen der Region Basel so genannte Horchbohrungen durchgeführt, um hochempfindliche Messinstrumente in einigen hundert Metern Tiefe zu platzieren. Diese Instrumente dienen dazu, unbeeinflusst von Oberflächenerschütterungen, wie sie Industriebetriebe oder der Schwerverkehr auslösen, die Erschliessung des Wärmereservoirs zu kontrollieren und aufzuzeichnen. IWB

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321GWh-Rekord an EEX-Stromboerse

Leipzig, 5. Okt. Mit 321'939 MWh sind an der EEX so viele Spotmarkt-Geschäfte wie noch nie abgewickelt worden, teilt die EEX mit. Dies entspricht vergleichsweise einem Volumen von rund 24 % des täglichen Strombedarfs in Deutschland (1,35 TWh). Am 5. Okt. wurden 279'857 MWh gehandelt. Zur Börse zugelassen sind 138 Handelspartner aus 16 Ländern. Von den zehn europäischen Strombörsen ist die EEX die mit Abstand grössten Handelsumschlag. EEX

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Bauern stänkern für Biogas

Bern, 5. Okt. Im Kanton Bern wollen Bauernverbände und Umweltschutzorganisationen die Klima schonende Nutzung von Biogas fördern. Zu diesem Zweck haben sie unter dem Namen "gasgeben.ch" ein Komitee gegründet. Zum Komitee zählen die Berner Bauernorganisation LOBAG, die Bärner Bio Bure, die schweizerische Hochschule für Landwirtschaft (SHL), die Greenpeace Regionalgruppe Bern, der WWF sowie die Organisation "Kirche und Umwelt". Das Komitee möchte Biogasanlagen durch eine kostendeckende Einspeisevergütung staatlich fördern. Gasgeben Oekostrom-Schweiz

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Breisgauer Solar-Experte erhaelt Deutschen Umweltpreis

Freiburg (Breisgau), 5. Okt. Der 64-jährige Freiburger Solarenergie-Experte Prof. Joachim Luther erhält den Deutschen Umweltpreis. Das teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit. Der Preis ist mit der Gesamtsumme von 500.000 Euro die höchst dotierte Umweltauszeichnung Europas. Luther habe entscheidend dazu beigetragen, dass Deutschland international zu den Spitzenreitern in der Nutzung der Solarenergie zähle, begründete die DBU die Auszeichnung. Luther lehrt seit 1993 an der Universität Freiburg und leitet gleichzeitig das Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme. Der Preis wird am 16. Oktober in Lübeck verliehen.
 

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VTE-Geschaeftsfuehrer Pasquale Zampogna wechselt

Sirnach 5. Okt. VTE-Geschäftsführer Pasquale Zampogna wechselt auf einen neuen Job und hat nach 4 Jahren den Rücktritt aus dem Vorstand und als Geschäftsführer auf die nächste GV angekündigt. Die Belastung durch verschiedene Aufgaben sowie neue Herausforderungen erlauben künftig keine sorgfältige Geschäftsführung für den Verband. Verband Thurgauischer Elektrizitätsversorgungen

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Solarstrom, Mediterranean Conference 5/6. Oktober

Catania, 5. Okt. In Catania diskutieren erstmals Energiewirtschaft, Solarstrom-Experten und Politiker aus Europa und dem Maghreb Entwicklungsperspektiven der Solarenergie. Die Konferenz wird vom Verband der Europäischen Photovoltaik-Industrie getragen. PV-Med EPIA

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Skandinavische Bioenergy-Tagung 25/27. Oktober


Trondheim, 5. Okt. Skandinavien erzeugt mittlerweile 250 TWh Wärmeenergie aus Wald-Energieholz. Was noch zu tun, ist, wie, darüber wird vom 25-27. Oktober an der Bioenergy 2005 turnusgemäss in Trondheim/Norwegen diskutiert. Organisiert ist der Anlass von Norwegian Bioenergy Association (NOBIO) mit DANBIO, FINBIO and SVEBIO. Bioenergy

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Hauseigentuemer gegen CO2-Lenkungsabgabe

Bern, 5. Okt. Der Schweizer Hauseigentümerverband lehnt die CO2-Abgabe weiterhin ab, teilt er mit. Angesichts hoher Ölpreise sei die Abgabe unverhältnismässig. Eine CO2-Lenkungsabgabe zugunsten Krankenkassen und AHV wird als "nutzlose Umverteilungsübung" bezeichnet. 

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Axpo, schlapp statt Strom

Zürich, 5. Okt. Die neue Inseratekampagne der Axpo läuft unterm Stichwort: "Schlapp gemacht". Das Werbeblatt Persönlich notiert: "Die neuen Inserate von Advico Young & Rubicam machen überraschend (zitiert, d. Red.) auf das vielfach diskutierte Thema “Stromlücke 2020” aufmerksam. "Ohne vielfältige Stromversorgung geht uns 2020 die Energie aus", lautet die Botschaft. Verantwortlich bei Axpo Holding: Silvan Merki (Corporate Communications). Persönlich

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Atel-AEN gegen Daeniken, Dulliken, Gretzenbach, Obergoesgen

Liestal, 5. Okt. AEN, die Stromversorgerin von Olten und Atel, streiten mit Däniken, Dulliken, Gretzenbach und Obergösgen um das Eigentum der Stromnetze. Wie aus einer Pressemitteilung von 28. September hervorgeht, lehnt AEN den Netzheimfall an die besagten Gemeinden ab, diese hätten nämlich die Kündigungsfrist verpasst. Was die Gemeinden bestreiten. Jetzt hat man sich eine neue Verhandlungsfrist bis Ende Februar 2006 gesetzt, um den Fall zu klären. AEN

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Bayrische Wasserkraft gegen EU-Wasserrahmenrichtlinie

München, 5. Okt. Durch die Wasserrahmenrichtlinie der EU ist die umweltfreundliche Wasserkraft gefährdet, äussert sich der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft. Deren Vorgaben seien primär auf den natürlichen Zustand von Gewässern gerichtet und wirtschaftliche Nutzung ist nur in Ausnahmen vorgesehen. Der Verband fordert die Politik daher auf, diesen energiepolitisch bedeutenden Aspekten durch eine maßvolle Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie Rechnung zu tragen. VBEW

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D, "Welt": Strompreisaufschlaege nicht ueberweisen

Hamburg, 5. Okt. Nach einem Bericht der Welt plant der Bund der Energieverbraucher eine ähnliche Protestwelle gegen die angekündigten Strompreisaufschläge wie seit einem Jahr beim Erdgas. Welt

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 UK-Stromdeklaration: soo gruen, kaum einer liefert Atom/Kohlestrom

London, 5. Okt. Die Deklarationspflicht für Elektrizitätslieferungen, die seit Oktober in England vorgeschrieben wird, bringt es an den Tag: Nach Berichten von Guardian und anderen erhalten die meisten Haushaltsstrombezüger nur wenig Energie aus nuklearen und fossilen Quellen. Im Gegensatz zum tatsächlichen Strommix, so der Guardian, sind die an die Haushalte abgegebenen Herkunftsnachweise überdurchschnittlich "grün".

Guardian  Friends of Earth

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FTD-Zeitung, 1-2 Euro-Stromboersen bleiben

Hamburg, 5. Okt. Für Europa sieht Nordpool-Chef  Torger Lien eins bis zwei Stromhandelsplätze als genügend an, sagte er gegenüber Financial Times Deutschland. Nordpool werde sich am Konzentrationsprozess beteiligen. FTD

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U.S. jagen Energie-Saeue

Washington, 5. Okt. Mit "Energiesäuen" (energyhogs) macht das U.S.-Energieministerium Jagd auf Energieverschwender, in einer vorab auf Jugendliche abzielenden Print- und TV-Kampagne. Die letzte grosse Energiesparkampagne hatte Jimmy Carter Ende 70er Jahre verantwortet. Carter hatte auch Solarkollektoren auf dem Weissen Haus montiert, die sein Nachfolger Ronald Reagan bald nach seinem Amtsantritt wieder demontieren liess. Bild vom TV-Spot kopiert. energyhogs

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G-Wiz, Happy Stromer, E-Auto Weblog

London, 5. Okt. Der G-Wiz, adaptiertes Elektrofahrzeug der indischen Herstellerin Reva, erobert London: Danny lässt Interessierte auf seinem Weblog die Eroberung der Grossstadt mit seinem neuen G-Wiz unzensuriert miterleben. Danny's Contentment (englisch)   Reva  Goin Green

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Alleine schlagen - gemeinsam Feuern, Holzvermarktungszentrale

Lupsingen, 5. Okt. Die Holzvermarktungszentrale Nordwestschweiz konnte im 2004/05 39'000 Kubikmeter Holz absetzen, oder 30 % der regionalen Holzernte, ein Fünftel Energieholz. Die Holzvermarktung ist eine Ausgründung des Waldwirtschaftsverbandes beider Basel (WbB) bzw. 79 zumeist öffentliche und private Waldbesitzer. Der Geschäftsführer besorgt eine zentrale Vermarktung für die  angeschlossenen Forstbetriebe, die sich damit mehr Effizienz erhoffen. Das erste Geschäftsjahr, so eine Mitteilung vom 29. Sept., schloss erfolgreich. Besonders engagiert ist Geschäftsführer Stefan Vögtli bei der Beteiligung der Forstwirtschaft beim geplanten Holzschnitzel Fernheizkraftwerk in Basel. Waldmarketing

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Brett vorm Kopf für Energie nutzen, Waldbericht

Bern, 5. Okt. Holz deckt heute etwa 2,5 Prozent des Energie- und rund 5 Prozent des Wärmebedarfs in der Schweiz, schreibt das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) im ersten Waldbericht, der Mitte September vorgestellt wurde.

Nach der Wasserkraft ist Holz somit die zweitwichtigste erneuerbare Energiequelle. Es wäre möglich, doppelt so viel Energie aus Holz zu erzeugen als bisher. Theoretisch liegt das Potenzial noch höher. Die Menge des verbrauchten Energieholzes hat seit 1991 bis 2001 um über 20 % zugenommen, während die Gesamtmenge des Holzabsatzes etwa gleich bliebt. Der Anteil des Energieholzes beträgt 37 Prozent. Insgesamt hat die Wald- und Holzwirtschaft mit 1,6 Prozent des BIP für die Schweiz eine Bedeutung, die mit jener der Uhren und Metallindustrie vergleichbar wäre. Fast 7 Milliarden Franken beträgt der Gesamtumsatz der Holz verarbeitenden Betriebe (zum Vergleich: Strom 8,5 Mrd. Franken).

Einen zunehmenden Einsatz von Energieholz, wünscht das BUWAL: Schon in naher Zukunft könnten 5 Millionen Kubikmeter Holz aus dem Wald und der Holz verarbeitenden Industrie energetisch genutzt werden, doppelt so viel wie heute. Und diese Entwicklung könnte weitergehen,. Das theoretische Potenzial wird auf  rund 7 Millionen Kubikmeter geschätzt, ohne Übernutzungen zu provozieren. Der Bund hofft, den Energieholzabsatz in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren zu verdoppeln. BUWAL

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 Oelpreise heizen Inflation an

Bern, 4. Okt. Die anziehenden Preise für Erdölprodukte waren ausschlaggebend für die Monatsteuerung von 0,4 Prozent im September, so der Landesindex der Konsumentenpreise vom Bundesamt für Statistik (BFS). Er verzeichnete einen Anstieg um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 104,7 Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 1,4 Prozent, verglichen mit Jahresteuerungsraten von 1,0 Prozent im August 2005.  Sie wurden am 1. September erhoben. Die nach diesem Datum eingetretenen Preisbewegungen für Heizöl und Treibstoff wirkten sich deshalb nicht auf die vorliegende Berechnung aus, sondern werden erst im Oktober indexwirksam.

Die Preise für Heizöl zogen im Vergleich zum August 2005 um 16,9 Prozent an, diejenigen für Treibstoff um 4,4 Prozent. Sie liegen nun für Heizöl um 61,7 Prozent über dem Vorjahresniveau, für Treibstoff um 14,9 Prozent. Gegenüber der Vorerhebung stieg deshalb der Index für Wohnen und Energie um 1,1 Prozent, jener für Verkehr um 1,3 Prozent.

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Zuercher Umweltbericht, +Verkehr, -Raumwärme

Zürich, 4. Okt. Der Gesamtenergieverbrauch hat im Kanton Zürich zwischen 1999 und 2003 um weniger als 1%, zugenommen, vorab zunehmend für Verkehrszwecke, während der Anteil für die Wärmeproduktion (Raumheizung, Warmwasser, Prozesswärme) abnimmt, von 56% im Jahre 1990 auf rund 53% (2000).

Verändert haben sich die Anteile eingesetzter Energieträger: Anstelle von Erdöl wird für die Wärmeproduktion vermehrt Erdgas eingesetzt. Der Erdgasanteil nahm an der Wärmeproduktion zwischen 1990 und 2000 von 18% auf 28% zugenommen, während der Erdölanteil von 64% auf 50% abnahm. Erneuerbare Energien und Abwärme
deckten im Jahre 2000 den Wärmebedarf zu rund 7% (1990: 5%). Konstant ist der Energieverbrauch für Gebäudeheizung. Seit 1990 ist der Wärmebedarf der Gebäude im Kanton Zürich insgesamt stabil geblieben, obwohl die beheizte Fläche (Energiebezugsfläche) zugenommen hat. Der zusätzliche Wärmebedarf von Neubauten konnte durch Effizienzsteigerungen – ein Neubau hat heute nur noch einen halb so grossen Wärmebedarf wie vor 25 Jahren – und eine Verminderung des Wärmeverbrauchs durch Sanierungen kompensiert werden. Aber die Klimaziele sind auf diesem Weg trotzdem kaum erreichbar:  Um dieses Ziel zu erreichen,
müsste der jährliche Verbrauchsrückgang doppelt so hoch ausfallen wie im
Jahre 2003. Dieser zusätzlich notwendige Verbrauchsrückgang kann verringert
werden, wenn Heizöl noch vermehrt durch das zu weniger CO2-Emissionen
führende Erdgas ersetzt wird und der Anteil der CO2-neutralen, erneuerbaren
Energien steigt. Zur Elektrizität äussert sich der Umweltbericht praktisch nicht. Umweltbericht
 

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Fortune, RWE Sustainability-Leader

Essen, 4. Okt. Das Beratungsunternehmen „Accountability“ hat für das Wirtschaftsmagazin Fortune weltweit 100 Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit untersucht. In der Rangliste belegt RWE als bestes deutsches Unternehmen Platz 12, freut sich RWE. „Das ist eine sehr gute Platzierung,“ zitiert das RWE-Presseteam ihren Joachim Löchte, Leiter des Bereichs Umweltpolitik bei der RWE AG. „Es freut uns, als bestes deutsches Unternehmen bestätigt worden zu sein.“ Insgesamt wurden die Unternehmen nach sechs Kategorien bewertet, wobei drei mehr den externen und die anderen mehr den internen Umgang mit sozialer sowie gesellschaftlicher Verantwortung und Umweltverantwortung untersuchten. RWE  Fortune

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Baden-Württemberg, im 2020 20% Erneuerbare

Stuttgart, 4. Okt. Der neue Umweltplan des Landes Baden-Württemberg, teilte Umweltministerin Tanja Gönner in Stuttgart mit, hat ambitiöse Ziele für die Landesenergieversorgung. Das Land soll im Jahr 2020 nach dem Willen der CDU/FDP-Landesregierung ein Fünftel des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen. Der Anteil liegt derzeit bei acht Prozent und soll bis 2010 auf 11,5 Prozent steigen. Angesichts steigender Energiepreise und der Klimaveränderung werde der Ausbau regenerativer Energien ein Schwerpunkt des neuen Umweltplans des Landes sein. Als interessant gelten die Erdwärme, die Wasserkraft, die Stromproduktion mit Solarzellen und in der Biomasse. Durch die Sanierung von Gebäuden könnten Einsparungen von 40 bis 50 Prozent erzielt werden. Dadurch könnte der jährliche Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid um etwa zehn Millionen Jahrestonnen gesenkt werden, meinte die Ministerin. Land Baden-Württemberg

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Bundesrat, Kraftwerksdebatte im 2006

Bern, 4. Okt. Für Mitte/Ende 2006 kündigt der Bundesrat "eine Aussprache und eine politische Meinungsäusserung" über die Stromversorgung ab 2018/2020 an. Dies antwortet er auf eine Interpellation von Ruedi Lustenberger (CVP, LU; Elektrizitätsbereich - langfristige Versorgungssicherheit). Ferner verweist die Landesregierung auf die laufenden Bestrebungen für Energiediversifikation, Effizienz und regulatorische Massnahmen (StromVG). Parlamentsdrucksache

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Bundesrat, Leibstadt sicher

Bern, 4. Okt. Seit rund einem Jahr hat sich im KKL eine Reihe von Vorkommnissen ereignet, deren Ursachen namentlich in den Bereichen Arbeitsvorbereitung, Ergonomie (u.a. die Ursache der Schnellabschaltung vom 1. September 2005) und Umgang mit Vorschriften liegen, registriert der Bundesrat in einer Antwort auf ein Postulat (Durchsetzung der Sicherheitskultur von Leibstadt) von Rudolf Rechsteiner (SP, BS) fest. Die HSK ist aufgrund dieser Häufung zum Schluss gekommen, dass das oben genannte Programm zu wenig wirksam war. Sie hat deshalb vom KKL unter anderem gefordert, die personellen Ressourcen zur systematischen Überprüfung der nuklearen Sicherheit zu erhöhen. Die Freigabe des Betriebs nach vier Monate langen Reparatur des Generators sei nach gründlicher Überprüfung der HSK erfolgt und für zulässig erklärt worden. Parlamentsdrucksache

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D-Umweltamt: Ökosteuer okay für Business und Bewohner

Dessau, 4. Okt. Die 1999 eingeführte Ökosteuer wirkt positiv auf den Klimaschutz und die Beschäftigung in Deutschland, gelangt das Umweltbundesamt in Dessau zu einem positiv Fazit. Das zeigten drei aktuelle Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Instituts für Internationale und Europäische Umweltpolitik ECOLOGIC, die für das Umweltbundesamt (UBA) die Effekte der Ökosteuer auf Umwelt und Beschäftigung untersucht haben. Durch die Ökosteuer sparten die Deutschen allein im Jahr 2003 20 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Zudem entstanden rund 250.000 Arbeitsplätze – vor allem bei personalintensiven Unternehmen und Anbietern von Energiespartechnik. „Die Zahlen helfen, die Debatte über die Ökosteuer zu versachlichen. Es war 1999 richtig, die Ökosteuer einzuführen. Und es wäre für den Klimaschutz und den Arbeitsmarkt ein falsches Signal, jetzt auf sie zu verzichten“, sagte Prof. Dr. Andreas Troge, der Präsident des UBA, zu den Ergebnissen, zitiert ihn seine Presseabteilung. UBA

 

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1,5% Autokäufer kaufen Energie effizient

Bern, 4. Okt. Untersuchungen des Bundesamtes für Energie (BFE) ergaben, dass die Energiedeklaration für Autos zu einer Zunahme des Marktanteils der A- und B-klassierten Neuwagen in der Grössenordnung von 1.5 Prozent (entspricht rund 4'000 Neuwagen pro Jahr) aller verkauften Neuwagen führt. Dadurch wird eine kurzfristige energetische Wirkung von insgesamt 40 Terajoule pro Jahr erreicht, was einer jährlichen Einsparung von 3'050 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Wesentlich ist dabei, dass diese Wirkung über die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge kumulativ zunimmt. BFE

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GR, her mit dem Zaster - Kraftwerkbesteuerung gekündet

Chur, 4. Okt. Die Regierung des Kantons Graubünden kündet die bestehende Vereinbarung über die Besteuerung der Kraftwerkgesellschaften auf den 30. September 2006. Die Bündner Kraftwerkgesellschaften veräussern die produzierte Energie an ihre Aktionäre. Diese sind verpflichtet den ihrer Beteiligung entsprechenden Teil der Energieproduktion zu übernehmen. Durch die Veräusserung des Stroms an nahe stehende Unternehmen fehlen Verrechnungspreise, wie sie auf einem offenen Markt entstehen würden. Das Problem der Kraftwerkbesteuerung besteht nun darin, diese Verrechnungspreise durch ein Modell zu ermitteln, welches den Markt simulieren kann. Seit der Steuerperiode 2001 erfolgt die Kraftwerkbesteuerung nach dem so genannten Modell Pfeiffer. Die aus dem Modell resultierenden Verrechnungspreise erscheinen nach Auffassung der Regierung unbefriedigend tief.
Auch schlägt sich die Preisentwicklung auf dem Spotmarkt im Modell zu wenig stark durch. Kanton Graubünden

 

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Publikation: CH-Geothermie ist 15

Biel, 4. Okt. Der neue Géothermie CH-Bulletin feiert das 15-jährige Vereinsbestehen und informiert über: den Geo-Kongress in Antalya, Soult-sous-Forêts, den Erdspeicher des Hotel Dolder.

Publikation: Energie gegeben fürs Nachdiplomstudium, GAK Energie-Express

Arlesheim, 4. Okt. Der Bulletin der Gewaltfreien Aktion Kaiseraugst GAK berichtet über: die Abschlussarbeiten des Muttenzer FHBB-Nachdiplomstudiums Energie (Obstbetrieb-Energietechnik, Obwaldner Wald, Energiebuchhaltung IWB, Druckluft), seit 20 Jahren Energie-Autonom, Greina, Leibstadt und Roland Meyer-Portrait: "Ich bin sicher, dass in der Schweiz kein einziges AKW ersetzt wird."

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Rätia, 20 Jahr-Vertrag nach Deutschland

Tübingen, 4. Okt. Die in Graubünden beheimatete Rätia Energie wird für die nächsten 20 Jahre 50 Megawatt Elektrizität an die deutsche Stromeinkaufgemeinschaft Südweststrom liefern. Hinter dem Vertrag, der nach Unternehmensangaben einen Wert von über 600 Millionen Franken hat, stehen 26 Stadtwerke in Deutschland, die über SüdWestStrom Teilmengen ziehen. Als «kleine Sensation» bezeichnet Rätia-Energie-Geschäftsführer Karl Heiz den Abschluss eines langfristigen Stromliefervertrages, teilt das Unternehmen mit.

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Hydro Kraft wird EGL Sverige

Dietikon/Oslo, 3. Okt. Mit diesem Datum, teilt EGL mit, ist die schwedische Hydra Kraft AB unterm Namen EGL Sverige in den EGL-Konzern integriert, beschäftigt werden acht Mitarbeiter. Geschäftssitz bleibt Malmö. Hydro Kraft AB war der schwedische Stromhandelszweig des Norwegische Strom-, Öl- und Aluminium-Unternehmens Hydro Zuvor waren die Stromversorgungsgeschäfte des Unternehmens zur norwegischen Hydro-Kunden zur neuen Elkem Energihandel AS und anderen Unternehmen umgesiedelt worden. Hydro hat mit dem Verkauf ihre Deinvestitionsphase vom direkten Stromversorgungsgeschäft abgeschlossen. egl.ch
hydro.com

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RTE, Nachfrage überwächst Kraftwerkspark

Paris, 3. Okt. Der französische Verbundnetzbetreiber RTE sieht einen den Kraftwerkspark übersteigenden Bedarf bis 2016, wenn die bisherigen Nachfragezahlen ungebrochen anhalten. RTE hält den Bau von Verbundnetzleitungen und neuen Kraftwerken für geboten. RTE

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Berlin, Grünstrom-Märkte am 6./7. Okt.

Berlin, 3. Okt. Im Gepäck der Teilnehmer, die dieses Wochenende nach Berlin reisen: Innovative Konzepte für den Ausbau der Nutzung und Vermarktung erneuerbarer Energien sowie politische Instrumente zu deren Förderung. Man trifft sich am 6. und 7. Oktober in Berlin zur 4th European Conference on Green Power Marketing unterm Generalthema „Grünstrom im Spannungsfeld von freien Marktkräften und staatlicher Förderung“. Greenpowermarketing.org

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Stuttgart, Pellets am 12./13. Okt.

Freiburg (Breisgau), 3. Okt. Die Nachfrage nach Pelletsheizungen steigt weiter an. Das ist das Ergebnis des SHK Branchenreports Pellets, der von der Solar Promotion GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) durchgeführt wurde. Grundlage bildet eine Befragung im Bereich der installierenden Betriebe in Deutschland, an der sich rund 300 Handwerker beteiligten. Aktuelle Zahlen zum Pelletsmarkt werden beim 5. Industrieforum Holzenergie - Zukunftsmarkt Pelletsheizungen, das am 12. und 13. Oktober in der Messe Stuttgart stattfindet, vorgestellt und diskutiert. Holzenergieforum
 

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E&M, CH-D Naturenergie grüne Nr.1

D-Rheinfelden, 3. Okt. Mit ca. 1,2 Milliarden kWH Absatz aus Wasserkraft ist das Grünstromangebot "Naturenergie Silber" der Naturenergie, Grenzach-Wyhlen, gegenwärtig Deutschlands führendes Angebot in dieser Sparte, vor der österreichischen APT Verbund. Die Firmentochter der Energiedienst AG, Laufenburg, erzeugt ihre Energie an sechs Hochrheinkraftwerken.

Energie & Management

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Liechtenstein, Strom frei

Vaduz, 3. Okt. Per 1. Oktober kann in Liechtenstein die Stromversorgerin frei gewählt werden. Grossverbraucher konnten dies bereits seit 2003. Der Stromverbrauch in Liechtenstein beträgt rund 343'000 Gigawattstunden. In elf Gemeinden werden ca. 13'000 Haushalte versorgt und rund 3000 Arbeitsstätten mit 30'000 Beschäftigten. Der Strom wird zum Teil von den NOK importiert, zum anderen bauen die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) ihre Beziehungen zum Vorarlberger Nachbarn aus. Die LKW sind eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Landes. LKW

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Österreich, Rappel über Schweizer Atommüllpläne

Wien, 3. Okt. Schweizer Atomendlager vor der Grenze macht Angst, schreibt der Standard: "Rund um Österreichs Grenzen häufen sich die Ausbaupläne für Atomendlager und AKWs". Standard