Energieszene (26.09.2005 ) Pressebüro 2005 © Marc Gusewski, Liestal

 

 

 

Schluchseewerk nach D-Laufenburg

 Freiburg (Breisgau), 17. September.  Die Schluchseewerk AG wird ihren Hauptsitz von Freiburg nach Laufenburg verlegen in eine Liegenschaft der Energiedienst AG, geplant ist der Umzug Ende 2006. Rund 70 Mitarbeiter werden beschäftigt. Eigentümer sind zu 50% die RWE, zu 37,5% die EnBW und zu 12,5 % die Energiedienst bzw. die Energiedienst Holding in Rheinfelden. Die Kraftwerksgesellschaft wird bereits seit längerem auf Einsparpotential abgeklopft. Ein Umzug zum Stützpunkt Stein-Säckingen ist aus Kostengründen abgelehnt worden. Die Schluchseewerke betreiben im Schwarzwald fünf Pumpspeicherkraftwerke die maximal 1836 MW Spitzenenergie ans Netz bringen (1604 MW im Pumpbetrieb), eingespiesen am UW Kühmoos.

www.schluchseewerk.de

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Axpo-Lombardini: CKW öffnen statt verstaatlichen

 Zürich, 17. September. „Persönlich vertrete ich die Auffassung, dass eine Öffnung grundsätzlich mehr Vorteile bringt. Es wäre der falsche Zeitpunkt, das vor der Abstimmung (über die Zukunft der EKS-Aktien, d.Red.) aufs Tapet zu bringen“, sagt Axpo-Verwaltungsratspräsident Robert Lombardini in einem Interview mit „Finanz und Wirtschaft“ vom 17. September auf die Frage, was mit den CKW-Aktien passieren soll.

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SPD, AKW-Fessenheim abstellen

Staufen, 17. September. Die SPD Breisgau-Hochschwarzwald fordert nach neuen Zwischenfällen von den EDF die sofortige Abschaltung des AKW Fessenheim, teilt die Partei mit. „Nachdem letzte Woche erneut Arbeiter im AKW Fessenheim mit erhöht radioaktivem Staub in Kontakt gekommen sind, zeigt sich immer deutlicher, dass der Betrieb des Elsässischen Atomkraftwerkes nicht mehr verantwortbar ist“, hält die Partei in ihrer Mitteilung fest.

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VDI, bisher nur ein Offshore-Windrad in Deutschland

 Düsseldorf, 16. September. Deutsche Windkraftanlagen kommen nur zögerlich hinaus aufs Meer, berichten die VDI-Nachrichten. Erst eine einzige Anlage steht in Ufernähe. Dabei wurde der erste Offshore-Windpark bereits 2001 genehmigt. Anders als bei Nachbarländern sind deutsche Anlagen fern von der Küste in tiefem Wasser geplant. Dies erfordert noch Entwicklungsarbeiten. In Großbritannien, Irland oder Dänemark hingegen liefern erste Offshore-Parks bereits Windstrom - installiert allerdings dicht vor der Küste.

Tatsächlich soll ein Großteil der deutschen Offshore-Parks in Wassertiefen zwischen 20 m und 40 m und bis zu 100 km vor der Küste entstehen. Um die technischen Probleme der Windkraftanlagen in den Griff zu bekommen, einigten sich auf der diesjährigen Hannovermesse Bundesregierung und Windbranche auf die Errichtung eines Testfeldes. Ab 2007 sollen in der Nähe von Borkum bis zu zwölf Anlagen der 5-MW-Klasse errichtet werden.

http://www.vdi-nachrichten.com/default.asp

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Update Sam Smart Energy

 Zürich, 16.September. Beim Blick aufs Update des Sam Smart Energy Fonds lohnt sich ein Blick in die Sam-Schrift „sam insight“. In „Gas ist die Brücke in eine nachhaltige Zukunft“, orientiert Szenekenner Peter Hughes, Vize-Präsident BG Group, was Erdgas derzeit so unwiderstehlich erscheinen lässt. Ferner: „Kohle – Energieträger mit sauberer Zukunft“ und „Wachstum ohne Ende? Wie lange kann die Solarindustrie ihre Rekordwachstumsraten noch halten?“

http://www.sam-group.com/htmld/main.cfm

EU-Kohle mit neuen Augen sehen

Brüssel, 16. September. Die steigenden Weltmarktpreise für Kohle machen die EU-Förderung und Verstromung wieder interessanter. Dies geht aus dem am 16. September von der EU-Kommission veröffentlichtem Arbeitspapier „The market for solid fuels in the Community in 2003 and 2004“ hervor. Zwischen 1987 und 2001 bewegte sich der Kohlepreis im Band von $37-43 relativ stabil. Seit Mitte 2003 vervielfachte sich z.B. der südafrikanische Kohlespotpreis von $26 zu $42/Tonne Anfang 2004 bis $65 Mitte 2004, Preise bis $80 wurden registriert, zusätzlich stiegen die Frachtkosten deutlich. Chinas Nachfrage, der schwache Dollar sowie Frachtengpässe werden für die steigenden Preise verantwortlich gemacht. Relativ steigt damit die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Kohleförderung durch Deutschland, Polen, Spanien, Frankreich, England wieder, welche hauptsächlich zur Stromerzeugung eingesetzt wird

http://europa.eu.int/comm/energy/home/whatsnew/index_en.htm

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EBM stiftet 2,64Mio.-Energieförderfonds

 Münchenstein, 15. September. Der Verwaltungsrat der EBM stiftet einen Energieförderfonds und stattet diesen für die nächsten vier Jahre mit 2,64 Mio. Franken aus. Die Mittel des Fonds sollen für Projekte verwendet werden, welche den Rahmen der bisherigen Förderung der erneuerbaren Energien sprengen würden. Über die Vergabe entscheidet die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft gemeinsam mit den am Fonds beteiligten Unternehmen.

www.ebm.ch

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Schwarzwald-Windenergie in Lahr

Freiburg (Breisgau), 15. September. Die Lahrer und Seelbacher Windräder im Schwarzwald  drehen sich jetzt offiziell: 600.000 Kilowattstunden wurden bereits im Probebetrieb produziert. Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller sagt: „Ein ökologischer Schub für den Raum Lahr“. Nach dem Spatenstich im April dieses Jahres verlief die Bauphase der Sechs-Millionen-Euro-Investition zügig. Die Finanzierung der 90 Meter hohen Windräder mit ihren 38 Meter langen Rotorblättern ist auch was den Anteil der Bürgerbeteiligung anlangt, nahezu vollständig unter Dach und Fach: 120 Kommanditisten aus der Region haben über 1,1 Mio Euro gezeichnet. Das Hauptkapital wird über zinsgünstige Kredite für Klimaschutzprogramme aufgebracht. Die Windmühlen werden jährlich 7 Mio. Kilowattstunden CO2-freien Strom liefern. Die Rotoren der Firma Nordex vom Typ 77 verfügen über besonders lange Rotorblätter, die bei jeder Umdrehung einen Kreis mit 77 Meter Durchmesser bestreichen und damit die Windenergie auf der Fläche der Größe eines Fussballfeldes „abernten“.

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Österreichs EAG,  €600 Mio. in Kohle, Gas, Hydro

Linz, 15. September. In Planung ist ein 400-Megawatt-Gas-Kraftwerk in Timelkam, derzeit läuft eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Weitere 400 bis 600 MW Leistung könnten durch ein Gas- oder Steinkohlekraftwerk in Riedersbach entstehen. Für Ennshafen gebe es "Fantasien", ein Gaskraftwerk mit 800 MW Leistung zu bauen. Insgesamt wird das Investitionsvolumen der nächsten fünf Jahre auf €500-600 Millionen geschätzt. Angesichts der niedrigen Kohle-Preise sei zudem der Aufwand für die CO2-Emissionszertifikate leistbar.

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BKW-Youtility feiert 88 Vertriebsbeteiligte

 Bern, 15. September.  Zu den Beteiligten der Youtility AG zählen heute 88 regionale Energieversorger aus den Kantonen Bern, Jura, Solothurn, Freiburg und Basel-Landschaft (die BKW selbst), welche die Angebotsmarke „1to1 energy“ und das damit verbundenen Kooperationsmodell benutzen. Der Verbund war im Jahr 2000 von den BKW, die als Seniorteilhaber in diesem Verbund agieren, als Vertriebsgemeinschaft gegründet worden.

 www.youtility.ch

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D, €20Mio. für Mikrobrennstoffzellen

 Berlin, 14. September. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entwicklung von Mikrobrennstoffzellen mit voraussichtlich €20 Millionen Euro. Mit der aus Mikrobrennstoffzellen bereitgestellten Energie werden mobile elektronische Geräte wie Notebooks oder Filmkameras künftig noch leistungsfähiger. Brennstoffzellensysteme setzen da an, wo Akkus nicht mehr mithalten. Mikrobrennstoffzellen werden in absehbarer Zeit die heute üblichen Energiespeicher wie etwa Lithium-Ionen-Akkus in portablen Geräten ablösen. Dies gilt besonders für Anwendungen, in denen die Ausdauer Priorität hat. Dabei soll die Trennung von Energiewandler (Brennstoffzelle) und -speicher (Brennstoff, zum Beispiel Wasserstoff oder Methanol) Vorteile bei Mobilität und Leistung bringen.

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14-Mio für Tiefencastel West

Zürich, 14. September. Der Stadtrat hat für eine umfassende Sanierung des Kraftwerks Tiefencastel West gebundene Ausgaben von 12,4 Millionen Franken bewilligt. Das in den 40-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaute Kraftwerk bedarf in mehreren Bereichen einer Erneuerung.


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Update: Effizienz-Wissen

 Stockholm, 14.9. „Energiesparen: Was geht und wer liefert“ ("Energy Savings: What Works & Who Delivers?") – die Beiträge des Sommerforums des European Council for an Energy Efficient Economy (Eceee) liegen vor.

 http://www.eceee.org/latest_news/index.lasso

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KKW-Mühleberg unbefristet, Parlament

Bern, 13. September. Das KKW Mühleberg soll eine unbefristete Betriebsbewilligung erhalten und die kantonal Berner Regierung soll sich beim Bund für diese Lösung einsetzen, verlangt die Mehrheit des Kantonsparlaments. Um den Druck auf die Berner Regierung aufrecht zu erhalten, lehnte der Grosse Rat eine Abschreibung einer Motion dieses Inhalts aus den Reihen der FDP ab.

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Aargau gibt 10 Mio an ETH-Energiezentrum

Aarau, 13. September. Der Aargau will mit zinslosen Darlehen in Höhe von zehn Millionen Franken und mit der kostenfreien Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten dem ETH Rat helfen, wurde am 9. September mitgeteilt, um unter der Federführung des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villigen ein Kompetenzzentrum für Energie aufzubauen. Nach Ansicht des Aargauer Regierungsrates wird damit ein Beitrag geleistet an die Forschung für eine nachhaltige Energieversorgung und es stärkt die Konkurrenzfähigkeit des Werkplatzes Schweiz. Unter Federführung des PSI wird gemäss Beschluss des ETH-Rates vom 29. Juni 2005 in der Schweiz ein Kompetenzzentrum für Energie (Competence Center for Energy, CCE) realisiert, ab 2010 sollen Teile davon auch dem neuen Fachhochschulareal in Brugg-Windisch untergebracht werden.
 

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D-Freiburg, 36000Tonnen/a Holzpelletsanlage

 Freiburg, 12. September. In Buchenbach bei Freiburg im Breisgau wurde eine Anlage in Betrieb genommen, die jährlich etwa 36 000 t Holzpellets produziert. Die rund 3 Mio. Euro teure Anlage mit einer Jahresproduktion von 36 000 t ist nach Angaben der Gesellschafter derzeit das größte Pelletswerk in Deutschland. Anfang 2006 soll die Produktion auf 50 000 bis 60 000 Jahrestonnen ausgebaut werden. Aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist die Herstellung der Pellets optimal in das Stoff- und Energiekonzept des Sägewerks eingebettet. Die gesamte für die Pelletierung notwendige Energie liefert ein Holzheizkraftwerk auf dem Sägewerks-Gelände. Die im Sägewerk anfallenden Späne werden dem Pelletwerk direkt aus den Sägelinien zugeführt und mit der Abwärme des Holzheizkraftwerkes getrocknet. Für den Modellcharakter der Biomassefeurung mit 11 t/h Dampfleistung (34 bar) und 1,2 MW elektrischer Leistung wurde die Heidelberger Steag Energie-Contracting als Initiator mit dem "Contracting Award 2004" ausgezeichnet.